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Geschichte des Spitals
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Erstes Spital (Andende 1913 –1917)

Am 21. März 1913 verliess Albert Schweitzer zusammen mit seiner Frau Helene und vielen Gepäck Günsbach und erreichte via Paris sein Schiff in Bordeaux, wo sie am 26. März auf See gingen. Nach einer dreiwöchigen Fahrt, kamen sie am 16. April 1913 in Andende auf der Missionsstation der evangelischen Pariser Missionsgesellschaft  an. Sie wurden von den Missionaren, besonders dem Elsässer Ehepaar Morel herzliche aufgenommen. Von der versprochenen Wellblechbaracke war noch nichts zu sehen. Die Missionare fanden keine Arbeiter, weil sich im Holzhandel leichter Geld verdienen liess.

Die Ankunft eines Arztes sprach sich rasch herum. Kaum angekommen, sollten die Schweitzers ihre Arbeit bereits aufnehmen. Mangels geeignetem Gebäude, richteten sie die Apotheke im eigenen Hause ein und als Sprechzimmer und Operationssaal diente ein alter Hühnerstall. Auch der versprochene Übersetzer und Heilgehilfe kam nicht. Albert Schweitzer konnte aber Joseph Azouani für sich gewinnen. Er sprach einigermassen gut französisch und arbeitete sich rasch ein. Da Joseph früher als Koch gearbeitet hatte, stammten seine anatomischen Ausdrücke aus dieser Sprache: «Sie hat Schmerzen im rechten Kotelette…».

andendeFür die Unterbringung seiner Kranken benötigte Schweitzer dringend Raum. Es war ihm wichtig, dass die Patienten von der Missionsschule getrennt waren. Schon von Anfang an bediente er sich der Genesenden und der Begleiter der Kranken um sein Spital zwischen dem Ufer des Ogowe und dem Hügel der Missionsstation zu bauen. Die Hütten wurden aus Bambus gebaut und mit Blätterziegeln, das sind verflochtenen Palmenblätter, gedeckt. Aus demselben Material wurden die Seitenwände gefertigt. Gegen Ende des Jahres wurde dann auch die Wellblechbaracke fertiggestellt.

Von allen Seiten kamen die Kranken und die Schweitzers und ihre Gehilfen hatten von morgens bis abends alle Hände voll zu tun. Alle ankommenden Leute wurden behandelt. Auch solche, die von den Medizinmännern bereits aufgegeben wurden. Gleich zu Anfang hatte der neue Doktor das Glück, dass er ein paar solcher Patienten doch noch retten konnte. Diese kehrten nach Hause als lebende Reklame des Wunders und es kamen immer neue Patienten.  




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